Abklärung auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten bis auf Weiteres aus Kapazitätsgründen nicht möglich.

Krankheitsbilder

Chronisch entzündliche Darmerkrankung CED Morbus Crohn

Beim Morbus Crohn handelt es sich um eine chronisch entzündliche Darmerkrankung, die prinzipiell alle Abschnitte des Magen/Darm-Traktes erfassen kann. Häufig ist ein Befall des sog. terminalen Ileums (der letzten Endstrecke des Dünndarms vor Einmündung in den Dickdarm) und der angrenzenden Dickdarmanteile. Man spricht in diesem Falle von einer Ileitis bzw. Ileokolitis.

Typisch für den Morbus Crohn ist der segmentale Befall, d.h. zwischen entzündeten Segmenten finden sich Abschnitte völlig unauffälliger normaler Schleimhaut. Die häufigsten Symptome sind Durchfall mit Blutbeimengungen, Krämpfe, systemische Einschränkungen i.S. von Mattigkeit und rascher Erschöpfbarkeit und indirekte Symptome wie Eisenmangel.  
NB: Die Erkrankung geht auf den New Yorker Arzt Burrill Crohn zurück, der die Erkrankung erstmals 1932 beschrieb.

Die Therapie der Erkrankung erfolgt initial immer mit Cortison.

Die Krankheit verläuft in Schüben. Über die Schubhäufigkeit kann man zunächst keine Aussage treffen und muss den klinischen Verlauf abwarten.  Muss häufig eine Corticoid-Therapie gewählt werden, um die Symptome zu bändigen, werden zusätzlich Immunsuppressiva und ggf. sog. Tumornekrose Faktor Alpha-Blocker eingesetzt. Die Erkrankung basiert auf einer wohl genetisch fixierten Schwäche der Dünn- oder Dickdarmschleimhaut, sog. Defensine zu produzieren. Defensine sind Eiweißpartikel, die ihrem Namen dahingehend die Ehre machen, dass sie sowohl Viren, Bakterien als auch Pilze abtöten und so ein Eindringen der Keime in die Schleimhaut verhindern.

Beim Morbus Crohn kommt es abschnittsweise eben nun zu einer Schwäche der Defensinproduktion, sodass Darmkeime in die Schleimhaut eindringen können und dort eine entsprechende Entzündungsreaktion hervorrufen. Wichtigster nicht genetischer Faktor ist das Rauchen: Jeder Patient mit Morbus Crohn sollte unbedingt das Rauchen aufgeben. 
Diagnostischer Cold-Standard ist die endoskopische Untersuchung des Dünn- und Dickdarms mit Gewebeprobeentnahmen, der Ultraschall für die weitere Therapieplanung und die Kernspintomographie nur zum Nachweis von Fisteln und zur Untersuchung des Dünndarms i.S. eines MRT Sellinks.

Die Kapselendoskopie und virtuelle Kolographie treten in der Diagnostik deutlich in den Hintergrund bzw. sind nicht hilfreich.
 

Divertikelerkrankung

Divertikel sind Ausstülpungen der Schleimhaut und der darunter liegenden Schichten. Sie können im gesamten Intestinaltrakt auftreten, gehäuft aber im S-förmigen Dickdarmanteil (Sigma).  Den Befund im Dickdarm nennt man Divertikulose
Entzünden sich die Divertikel, spricht man von einer Divertikulitis.

Die Mehrzahl der Divertikelträger hat zu keiner Zeit Beschwerden.  Nur 20 % der Patienten mit Divertikeln entwickeln Beschwerden i.S. einer Divertikelkrankheit. 
Die Ausprägung der Divertikulose ist altersabhängig: bei 40-jährigen haben weniger als 10 % der Bevölkerung Divertikel; bei den 80- bis 90-jährigen jeder Zweite.

Komplikationen der Divertikelkrankheit sind Entzündungen (Divertikulitis), die je nach Häufigkeit dann auch zu einer Engstellung des Dickdarms führen kann. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Durchbruch der Entzündung; dann ist eine Operation unumgänglich.  Darüber hinaus können selten Divertikelblutungen auftreten.

Lebererkrankungen (Hepatitis)

Behandlungserfolg in Abhängigkeit von IL28B Genotyp. Die Gabe von PEG Alphainterferon-2A/B in Kombination mit Ribavirin zählt zur Standardtherapie einer Hepatitis C-Infektion. Aktuelle Daten belegen, dass neben dem HCV-Genotyp offenbar auch genetische Varianten des Wirts eine wichtige Rolle für die Wirksamkeit einer antiviralen Therapie spielen. Demnach ist der humane C/T-Polymorphismus RS12979860 mit einer unterschiedlichen SVR (sustained virological response) assoziiert.

Patienten mit dem C/C-Genotyp (2C-Allele) sprechen besser auf eine Interferon/Ribavirin-Therapie an als Patienten, die das T-Allel tragen. Dieser Zusammenhang wurde vor allem für Patienten beobachtet, die mit dem HCV-Genotyp 1 infiziert waren.

Die Häufigkeit des T-Allels wird in der kaukasischen Bevölkerungsgruppe mit ca. 40 % angegeben.
Der Polymorphismus liegt ca. 3 KB5- des IL28B-Gens, welches für Interleukin 28B kodiert und eine wichtige Rolle bei der Immunantwort spielt.

Refluxkrankheit

Darmpolypen

Dickdarmkrebs-Kolorektales Karzinom (KRK)

Dickdarmkrebs ist mit 376.000 Neuerkrankungen 2004 die zweithöchste Krebserkrankungen in der Europäischen Union. In Deutschland erkranken jährlich etwa 71.000 Menschen neu, 29.000 versterben an den Folgen des Dickdarmkrebs.
Die Entwicklung des Dickdarmkrebs des verläuft langsam über viele Jahre. Auf dem Boden von Schleimhautgewächsen, so genannten Polypen (Adenomen), kommt es durch Anhäufung verschiedenster Mutationen schließlich zur Ausbildung eines Karzinoms.
Aufgrund dieses langen Entwicklungszeitraums bis zur bösartigen Entartung kann das KRK durch geeignete Vorsorgemaßnahmen fast immer verhindert werden.
So kann durch die gezielte Anwendung der Darmspiegelung mit Polyplabtragung ein Rückgang der Karzinomentwicklung von 76-90 % erreicht werden.
Seit dem 1.10.2002 ist die Darmspiegelung als primäre Screeningmethode etabliert.

Reizdarm

Zöliakie

Blähneigung

Chronischer Durchfall CD